16.05.2017 / Inland / Seite 4

Neofaschistische Freiheiten

Thüringer Journalistenverband: NPD-Anhänger hindern Journalisten massiv an der Arbeit, Polizei sah zu

Susan Bonath

Die Thüringer Polizei stellt offenbar die Rechte von Neonazis über die Pressefreiheit. Das wirft ihr der Deutsche Journalistenverband (DJV) vor. In der Kritik steht der Polizeieinsatz beim sogenannten »Eichsfeldtag« am vorvergangenen Wochenende, einem jährlichen NPD-Festival im Norden Thüringens. Rechtsradikale hätten Medienvertreter massiv an der Arbeit gehindert, sagte der Thüringer DJV-Vorsitzende Ralf Leifer am Montag im Gespräch mit jW. »Teilnehmer und Ordner hielten Jacken und Regenschirme vor die Kameras, und die Polizei ist nicht eingeschritten«, so Leifer. Außerdem seien die Kollegen angepöbelt worden. Ein Team des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) habe sich an den Verband gewandt.

Zur NPD-Veranstaltung mit Rechtsrock, Rednern der »nationalen Bewegung«, Kinderhüpfburg und Verkaufsständen am 6. Mai waren laut Polizei knapp 500 Neonazis in die Kleinstadt Leinefelde-Worbis im Landkreis Eichsfeld angereist. Es war bereits das siebte braune »Event« diese...

Artikel-Länge: 3899 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe