15.05.2017 / Ausland / Seite 7

Kandidat mit Hindernissen

Brasiliens Expräsident Lula da Silva will 2018 erneut kandidieren und kämpft gegen Rechtsbeugung. Veranstaltung in Berlin mit seinen Anwälten

Peter Steiniger

Mit ihm an der Spitze will die Arbeiterpartei (PT) bei den Präsidentschaftswahlen 2018 zurück an die Macht. In allen Umfragen liegt Luiz Inácio Lula da Silva, Brasi­liens Staatschef der Jahre 2003 bis 2011, klar in Führung. Mit seinem Namen verbinden vor allem die ärmeren Teile der Bevölkerung eine Periode des wirtschaftlichen und sozialen Aufschwungs, die erfolgreiche Bekämpfung von Hunger und Armut. Für die ultrakonservativen Eliten des Landes ist der aus dem benachteiligten Nordosten Brasiliens stammende frühere Gewerkschaftsführer ein Hassobjekt. Die von diesen kontrollierten großen Medien – voran der Globo-Konzern – haben Lula unter Dauerfeuer genommen. Munition liefert ihnen dabei die eng mit der US-amerikanischen Polizeibehörde FBI kooperierende »Lava Jato«-Taskforce, die zum Korruptionsskandal im Zusammenhang mit Auftragsvergaben des Ölkonzerns Petrobras ermittelt. Exzessive Beugehaft, das Durchstechen von Aussagen und Akten an die Presse gehören...

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