15.05.2017 / Ausland / Seite 2

»Sanktionen stellen das Kernproblem dar«

Pfaffenhofener Verein unterstützt Berufsausbildung von Frauen in Syrien. Embargo verhin­dert Wiederaufbau. Ein Gespräch mit Bernd Duschner

Ben Mendelson

Aktuell sammeln Sie Spenden zur Unterstützung syrischer Frauen. Ab Juni sollen in Syriens Hauptstadt Damaskus Frauen zu Nä­herinnen ausgebildet werden. Wie lässt sich so ein Hilfsprojekt in einem Kriegsland wie Syrien auf die Beine stellen?

Seit einiger Zeit haben wir engen Kontakt mit der Leiterin des Italienischen Krankenhauses in Da­maskus. Sie hat uns gebeten, die Finanzierung der Schneiderausbildung für Frauen zu übernehmen. Diese Bitte haben wir über die Lokalpresse bekanntgemacht und Geschäftsinhaber, Ärzte, soziale und kirchliche Einrichtungen gebeten, unsere Plakate mit dem Spendenaufruf aufzuhängen. In we­nigen Tagen konnten wir bereits 4.000 Euro an Spenden sammeln. Insgesamt kostet die viermonati­ge Vollzeitausbildung für 32 Frauen 20.000 Euro. Darin sind die Kosten für eine Nähmaschine pro Teilnehmerin enthalten. Unser Verein verknüpft Friedensarbeit mit humanitärer Hilfe. Deshalb wei­sen wir darauf hin, dass die Finanz- und Wirtschaftssanktio...

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