13.05.2017 / Feuilleton / Seite 11

Bildet Banden, bildet euch!

Der Dokumentarfilm »Berlin Rebel High School« über die außerschulische Opposition in Kreuzberg

André Weikard

Der eine ist Kiffer, der andere Mobbingopfer, der nächste hat ein gutachterlich attestiertes »Problem mit Autoritäten«. Manche sind mehrfach von Schulen geflogen, andere irgendwann einfach nicht mehr hingegangen. Mit Anfang 20 nimmt sie keine Schule in Deutschland mehr auf. Keine außer der Berliner »Schule für Erwachsenenbildung«, kurz: SfE. Die ist eigentlich gar keine Schule, sondern ein Verein. Eine nichtstaatliche, nichtkommerzielle Lerneinrichtung, basisdemokratisch von den Schülern selbst verwaltet. Die bekommen hier keine Noten, kennen keinen Direktor, ja, sie können sogar jederzeit ihre Lehrer feuern. Dafür müssen sie Klos und Flure selber putzen.

Entsprechend heruntergerockt wirkt die Schule auf den ersten Blick. Die Wände sind bemalt, die Rohre unverputzt. Manchen der Neuankömmlinge wundert’s. Ein halbes Dutzend von ihnen hat Dokumentarfilmer Alexander Kleider auf dem Weg zum Abitur mit der Kamera begleitet. Für schmale 160 Euro Schulgeld bekomme...

Artikel-Länge: 4514 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe