Gegründet 1947 Sa. / So., 4. / 5. April 2020, Nr. 81
Die junge Welt wird von 2267 GenossInnen herausgegeben
13.05.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir sollten wissen, dass man uns im Blick hat«

Ukrainische Behörden wollen die Erinnerung an den 2. Mai 2014 unterbinden. Ein Gespräch mit Wladimir Sergijenko

Robert Allertz

Sie reisten unlängst nach Odessa. Anlass waren die fünfstündige Straßenschlacht und der Angriff auf das Gewerkschaftshaus am 2. Mai 2014, bei denen etwa 50 Menschen starben. Was genau wollten Sie dort?

Der Hergang dieser Tragödie ist noch immer nicht aufgeklärt, der Stand ist unverändert jener, den der Europarat schon Ende 2015 scharf kritisiert hatte: Den Behörden mangele es an der »notwendigen Gründlichkeit und Sorgfalt«, hieß es damals, es sei »kein substantieller Fortschritt bei den Untersuchungen« festzustellen. Deshalb lud unsere Schriftstellervereinigung deutsche Kollegen nach Odessa ein, um mit Beteiligten und Betroffenen, mit Zeitzeugen und politischen Beobachtern aus Nichtregierungsorganisation wie der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte IGFM zu sprechen und die Vorgänge zu rekonstruieren. Wir wollten uns ein eigenes Bild machen. Denn die Darstellungen hierzulande sind wie die meisten Berichte aus der Ukraine – ich formuliere es vors...

Artikel-Länge: 4214 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Drei Wochen kostenlos probelesen!