12.05.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein Cent für die Opfer

2,7 Milliarden Euro für Aktionäre. BASF hat Bergarbeiter nach Massaker in Marikana bis heute nicht entschädigt

Christian Selz, Kapstadt

BASF, fünf Jahre nach dem Massaker von Marikana: »Lieferkettenverantwortung oder Lippenbekenntnisse?« fragen Brot für die Welt, die Rosa Luxemburg Stiftung, die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre anlässlich der Jahreshauptversammlung des Chemiekonzerns am heutigen Freitag. Am Tagungsort in Mannheim ist eine Mahnwache geplant. Wie weit es mit der Lieferkettenverantwortung beim größten Chemiekonzern der Welt her ist, davon wird dort auch Mzoxolo Magidiwana berichten können. Der Bergarbeiter wurde am 16. August 2012 während eines Streiks beim Minenkonzern Lonmin im südafrikanischen Marikana von 14 Polizeikugeln getroffen. Magidiwana überlebte schwerverletzt, 34 seiner Kollegen starben beim brutalsten Massaker seit Ende der Apartheid.

Seitdem kämpfen die Überlebenden und die Nachfahren der Ermordeten um Entschädigungen, zumal eine staatliche Untersuchungskommission Lonmin eine Mitschu...

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