12.05.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Rechte Rebellion

Nationalisten bei der Bundeswehr: Jüngster Skandal ist seit vielen Jahren Realität. Teile des Offizierskorps fremdeln mit der Republik

Jörg Kronauer

Sieg-Heil-Rufe, Hitlergrüße, Angriffe auf Flüchtlinge: Der Militärische Abschirmdienst (MAD) prüft zur Zeit rechte Vorfälle beim Bund, teilte das Verteidigungsministerium Anfang April in der Antwort auf eine Bundestagsanfrage der Linksfraktion mit. Allein die offiziellen Zahlen bestätigen einmal mehr: Extrem rechte Haltungen sind in der Bundeswehr sehr präsent. Dabei handelt es sich bei den 275 »Verdachtsfällen«, die das Ministerium dort einräumt, nur um die Spitzen eines Eisbergs. »Sieg Heil!« grölt man nicht, wenn man sich damit für den Rest seiner Dienstzeit bei den Kameraden unmöglich macht; man brüllt es eher, wenn man damit bei ausgelassener Stimmung noch eins draufsetzen zu können meint. Die Frage ist: Wie verbreitet sind die ultrarechten Einstellungen in der Truppe, die die Exzesse erst möglich gemacht haben?

Es gibt verschiedene Wege, sich einer Antwort auf diese Frage anzunähern. Man kann sich in den Liegenschaften der Bundeswehr umtun und dort ...

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