09.05.2017 / Ausland / Seite 7

Neue Hoffnung auf Frieden

Syrien: Russland will den UN-Sicherheitsrat für das Konzept von »Deeskalationszonen« zum Schutz der Zivilbevölkerung gewinnen

Karin Leukefeld

Russland will erreichen, dass sich der UN-Sicherheitsrat ­offiziell hinter das am Wochenende in Kraft getretene Memorandum über Schutz- beziehungsweise Deeskalationszonen in Syrien stellt. Ersterer Begriff wird von den meisten westlichen Medien verwendet; letzteren gebrauchen etwa die russische und die syrische Regierung. Nach Auskunft von Moskaus UN-Botschaft in New York wurde der Memorandumstext als »Resolutionsentwurf« eingereicht. Eine Sitzung zum Thema könnte am Montag (Ortszeit) oder Dienstag stattfinden.

Die von Russland, Türkei und dem Iran am 4. Mai im kasachischen Astana unterzeichnete Vereinbarung sieht demnach die Bildung von vier entsprechenden Gebieten in den Provinzen Idlib, Homs, östlich von Damaskus und im Süden des Landes vor. Basis der Vereinbarung sind die Anerkennung der »Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territorialen Integrität der Syrischen Arabischen Republik« sowie die Entschlossenheit der Unterzeichnerstaaten, »militärisc...

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