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04.05.2017 / Inland / Seite 5

Pistole auf die Brust

Unternehmer machen in der Tarifrunde im Einzelhandel ein erstes Angebot. Weitere Kompromisse werden von neuer Entgeltstruktur abhängig gemacht

Daniel Behruzi

Auf den ersten Blick klingt es wie ein, wenn auch sehr kleiner, Fortschritt: In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den baden-württembergischen Einzelhandel hat die Unternehmerseite ein erstes Angebot vorgelegt, wie ver.di am Dienstag abend mitteilte. Demnach sollen die Löhne und Gehälter nach zwei Nullmonaten im Juni um 1,5 Prozent und im April nächsten Jahres um ein weiteres Prozent erhöht werden, bei einer Laufzeit von zwei Jahren.

Die Beschäftigten müssten dieses Angebot »geradezu als Missachtung ihrer täglich erbrachten Leistungen ansehen«, kritisierte hingegen ver.di. Dass die Unternehmen zu Beginn von Tarifverhandlungen indiskutable Lohnerhöhungen anbieten, gehört zum Ritual. Das Besondere ist aber: Der Einzelhandelsverband hat laut ver.di zugleich erklärt, keine weiteren Angebote in bezug auf die bestehende Entgelttabelle vorzulegen. Das heißt: Er knüpft weitere Zugeständnisse an die Schaffung einer neuen Lohnstruktur, über die seit über z...

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