04.05.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Tutzing macht dicht

Diskussion über Frieden im Nahen Osten nicht erwünscht: Evangelische Akademie sagt Konferenz mit Israelis und Palästinensern ab

Rüdiger Göbel

Wer die israelische Regierungspolitik kritisiert, steht hierzulande rasch am Pranger. Zuletzt hat das selbst Bundesaußenminister Sigmar Gabriel im April merken müssen. Weil der SPD-Politiker und deutsche Vizekanzler bei seinem Israel-Besuch auch eine Zusammenkunft mit Vertretern dortiger Friedens- und Menschenrechtsgruppen wie Peace Now, Breaking the Silence und B'Tselem ins Programm hat aufnehmen lassen, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kurzerhand ein geplantes Gespräch mit ihm ab. Der Kabinettschef ließ verlauten, »er treffe sich nicht mit ausländischen Besuchern, die auf diplomatischen Trips in Israel Gruppen treffen, die israelische Soldaten als Kriegsverbrecher verleumden«. Nicht nur die auf bedingungslose Israel-Solidarität verpflichteten Redakteure des Boulevardblatts Bild sprachen von einer »peinlichen Abfuhr« und übernahmen die Stimmungsmache der Rechtsregierung gegen die »umstrittenen Aktivisten«.

In der Evangelische...

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