04.05.2017 / Thema / Seite 12

Die tragische Woche

Mitten im Krieg kam es im Mai 1937 in Barcelona zu mehrtägigen Kämpfen ­zwischen Antifaschisten. Die sogenannten Maiereignisse leiteten den Niedergang der einst mächtigen spanischen Anarchisten ein

Werner Abel

Barcelona, die katalanische Metropole und Hochburg der spanischen Arbeiterbewegung, gehörte neben Madrid und Valencia zu den wichtigsten Städten der Zweiten Spanischen Republik. Hier war es dem Volk im Juli 1936 gelungen, die putschenden Truppen der reaktionären Generäle um Francisco Franco im Barrikadenkampf aufzuhalten und ihre Kasernen zu stürmen. Da die Putschisten aber große Teile des übrigen Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten und mit dem Angriff auf die Hauptstadt Madrid die Republik zu vernichten drohten, mussten die Republikaner alle antifaschistischen Kräfte mobilisieren. Während die Schlacht um Madrid tobte, herrschte in Barcelona Frieden. Bis zum Mai 1937, als erneut Barrikaden errichtet und blutige Straßenkämpfe ausgefochten wurden. Aber dieses Mal kämpften vor und hinter den Barrikaden Antifaschisten gegeneinander. Diese schicksalsschwere Auseinandersetzung bezeichnete der französische Historiker Pierre Broué als einen »Bürgerkrieg ...

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