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29.04.2017 / Ausland / Seite 2

Sturm aufs Parlament

Mazedonien: Rechte Demonstranten attackieren und verletzen Abgeordnete

Roland Zschächner

Mazedonien rutscht immer weiter in die Staatskrise. Am Donnerstag haben Dutzende Demonstranten das Parlament in der Hauptstadt Skopje gestürmt und Journalisten und Abgeordnete verletzt, darunter auch den designierten sozialdemokratischen Premierminister Zoran Zaev. 45 Menschen mussten medizinisch behandelt werden, wie die mazedonische Nachrichtenagentur MIA berichtete.

Auslöser der Eskalation war die Wahl von Talat Xhaferi zum neuen Parlamentspräsidenten. Xhaferi war Kommandeur der separatistischen »Befreiungsarmee des Kosovo« und Verteidigungsminister unter dem langjährigen Premierminister Nikola Gruevski, einem Zögling der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Dessen Partei, die rechtsnationalistische VMRO-DPMNE, bezeichnete die Ernennung Xhaferis als »Putsch«. Das war das Signal für die vor dem Parlament demonstrierenden Anhänger der nationalistischen »Bürgerinitiative Geeintes Mazedonien«, die wenigen Polizeikräfte zu überrennen.

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