29.04.2017 / Leserbriefe / Seite 14

Aus Leserbriefen an die Redaktion

Frankfurter Engel

Zu jW vom 25. April: »Homosexuelle Frauen sind bis heute quasi ›unsichtbar‹«

Dass die verfolgten und ermordeten homosexuellen Frauen bis heute quasi unsichtbar seien, stimmt nicht ganz, wenn es auch für Ravensbrück sicher bis in die letzten Tage gestimmt hat.

Seit 1994 steht auf dem Sockel des Frankfurter Mahnmals Homosexuellenverfolgung (»Frankfurter Engel«) dieser Satz: »Homosexuelle Männer und Frauen wurden im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Die Verbrechen wurden geleugnet, die Getöteten verschwiegen, die Überlebenden verachtet und verurteilt. Daran erinnern wir in dem Bewusstsein, dass Männer, die Männer lieben, und Frauen, die Frauen lieben, immer wieder verfolgt werden können. Frankfurt am Main. Dezember 1994«.

Am Zustandekommen des Mahnmals war ich seinerzeit entscheidend beteiligt. Es ist meines Wissens das erste Denkmal für die ermordeten Homosexuellen beiderlei Geschlechts, das in Deutschland realisiert wurde. Es steht a...

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