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25.04.2017 / Inland / Seite 5

Unsere Obdachlosen zuerst

Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt will nur noch »Kieler Bürgern« helfen, ein Dach über dem Kopf zu finden

Susan Bonath

Sind es eine halbe Million oder schon mehr? Für alles Mögliche gibt es in Deutschland Statistiken, nur die Obdachlosen zählt niemand. Einig sind sich Sozialverbände nur: Sie werden mehr. Es gibt zuwenig Hilfe, viele Kommunen fühlen sich überfordert. Die Stadt Kiel will das Problem auf ihre Weise lösen: Helfen will sie nur noch Betroffenen, die in Kiel gemeldet sind. So zumindest der Plan im Kieler Stadtrat. Alle anderen sollen danach künftig dorthin zugeschickt werden, wo sie hergekommen sind.

Wie das Kieler Straßenmagazin Hempels in seiner neuen Ausgabe berichtete, diskutiert der Sozialausschuss der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt derzeit eine Vorlage. Unter der Überschrift »Verhinderung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Kiel« definiert das Papier Personenkreise und Hilfeoptionen. Angebote sollen danach nur noch Menschen zustehen, die als »Kieler Bürger« obdachlos wurden. Andere Betroffene will man künftig auf ihren Herkunftsort verweisen. Ma...

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