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24.04.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Energiewende ukrainisch

Sorge beim kleinen Nachbarn: Kiew will bis 2025 sechs neue Wasserkraftwerke bauen. Offenbar soll die Donbass-Kohle langfristig ersetzt werden

Reinhard Lauterbach

Die Ukraine rechnet offenbar intern nicht mehr ernsthaft damit, die Kontrolle über das Donbass zurückzuerlangen. Darauf deutet ein Konzept zum Umbau der Stromerzeugung des Landes hin, das schon 2015 beschlossen wurde, aber erst jetzt breiter diskutiert wird. Besonders alarmiert sind Regierung und Bevölkerung des Nachbarlands Moldau. Denn das Vorhaben der Ukraine droht dem Land das Trinkwasser abzudrehen.

Geplant ist, bis 2025 insgesamt sechs neue Wasserkraftwerke entlang des Flusses Dnister (Dnjestr) im Südwesten der Ukraine zu bauen. Der Fluss entspringt nahe der polnisch-ukrainischen Grenze in den Waldkarpaten und mündet in der Nähe von Odessa ins Schwarze Meer. Bisher gibt es nur zwei solcher Energieanlagen auf ukrainischem Territorium bei Nowo­dnistrowsk im Bezirk Tscherniwzy unweit der moldauischen Grenze und eine am Unterlauf auf moldauischem Gebiet. Die obere ukrainische Talsperre staut den Fluss auf einer Länge von gut 100 Kilometern auf, die unter...

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