24.04.2017 / Ausland / Seite 6

Monica-Bomben und Sarin

Angriffe auf Sudan, Afghanistan und Syrien: US-Präsidenten lenken mit Krieg von inneren Problemen ab

Mumia Abu-Jamal

Nach Meinung der US-Medien handelt es sich beim größten Skandal in der Amtszeit des 42. US-Präsidenten William »Bill« Clinton (1993-2001) um seine sexuelle Affäre mit einer jungen Praktikantin des Weißen Hauses. Als dieser Skandal den Präsidenten an den Rand eines Amtsenthebungsverfahrens zu bringen drohte, befahl Oberbefehlshaber Clinton im August 1998 gezielte Angriffe mit über 70 Tomahawk-Marschflugkörpern auf angebliche islamistische Ausbildungslager in Afghanistan und auf die pharmazeutische Fabrik Al-Schifa im Norden der sudanesischen Stadt Khartum. Dort wurden angeblich nach – bis heute unbestätigten – offiziellen Angaben der US-Regierung Grundstoffe für die Produktion von Nervengas hergestellt. Mit Bezug auf den Vornamen der Praktikantin bezeichneten Clintons Kritiker die eingesetzten Marschflugkörper als »Monica-Bomben«. Sie hätten vor allem dem Zweck gedient, von dem Skandal abzulenken.

Die Bombardierung eines syrischen Luftwaffenstützpunkts mit ...

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