24.04.2017 / Inland / Seite 5

Scheibchenweise verscherbeln

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) will stadteigene Erfurter Bahn GmbH privatisieren. Damit hat er Kritik, Widerspruch und Ängste ausgelöst

Katrin Küfer

Die Erfurter Bahn (EB) hat eine 105jährige Tradition. Sie wurde 1912 zunächst als Städtische Industriebahn gebildet, existierte auch zu DDR-Zeiten als kommunaler Eigenbetrieb und engagiert sich seit 1998 im Schienenpersonennahverkehr. Dabei konnte sie im Zuge des zunehmenden Ausschreibungswettbewerbs für den Nah- und Regionalverkehr in Thüringen und angrenzenden Bundesländern stückweise die DB Regio, Tochter der bundeseigenen Deutschen Bahn (DB), zurückdrängen. Weil Unternehmen im staatlich subventionierten Personennahverkehr mit Bahnen und Bussen Überschüsse erzielen können, erhofft sich der Oberbürgermeister der Stadt Andreas Bausewein (SPD) von einem Verkauf der EB offenbar hohe Einnahmen, mit denen er nach eigenen Angaben die städtischen Schulhäuser sanieren will. Diese Hoffnung stützt sich offenbar auf die Tatsache, dass die EB Jahr für Jahr Überschüsse in Höhe von weit mehr als einer halben Million Euro an den Erfurter Stadthaushalt abführt und mögl...

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