08.08.2002 / Inland / Seite 4

Spiel mit dem Feuer

Der EDV-Spezialist Lars-Oliver P. war Immobilienbetrügereien bei der Berliner Aubis auf der Spur. Wenig später lag er im Leichenschauhaus (Teil III und Schluß)

Till Meyer

Im Dezember 2001 vernahm die Mordkommission in Berlin zum ersten Mal Klaus Hermann Wienhold und Christian Neuling zum Fall Lars-Oliver P. Da beide als Beschuldigte galten, konnten sie die Aussage verweigern – was sie auch taten. Wienhold: »Wir haben damit nicht das geringste zu tun.« Dennoch mußten sich die beiden Aubis-Chefs eine Überprüfung ihres Alibis für den 28./29. September gefallen lassen. Sie hatten ein Alibi. Oberstaatsanwalt Willi Wiedenberg wollte daraufhin bereits Ende Dezember 2001 die Ermittlungen einstellen. Für ihn war klar: Der Aubis-EDV-Chef Lars-Oliver P. hat Selbstmord begangen. Der damalige Justizsenator Wolfgang Wieland, Bündnis 90/Die Grünen, erhob Einspruch: »Der Todesfall Lars-Oliver P. wird der Berliner Fall Barschel, wenn der Komplex nicht bis ins letzte Detail ausermittelt wird«, erklärte er sowohl gegenüber Wiedenberg als auch gegenüber Generalstaatsanwalt Hansjürgen Karge. Zähneknirschend ließen sie das Ermittlungsverfahren ...

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