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19.04.2017 / Feuilleton / Seite 10

»Im wesentlichen kommunistisch«

Alles gehörte allen, und deshalb mussten sie sterben: Paco Ignacio Taibo II hat den ­vergessenen Völkermord an den Yaqui in Mexiko aufgearbeitet

Gerd Bedszent

Geht es in dieser historischen Dokumentation tatsächlich um Genozid? Auch, aber in erst Linie beschreibt der mexikanische Schriftsteller Paco Ignacio Taibo II, der für seine Krimis und Biographien über Che Guevara und Pancho Villa bekannt ist, die kriminelle Enteignung einer Volksgruppe: der Yaqui aus dem Bundesstaat Sonora.

Wie schon Karl Marx schrieb, gab es in vorkapitalistischen Gesellschaften kollektiv genutzte Agrarflächen, Jagd-, Fischerei- und Holzrechte. Marx bezeichnete im »Kapital« den mit der kapitalistischen Morgenröte einhergehenden Raub dieses alten Gemeinschaftseigentums als »frechste Schändung des ›heiligen Rechts des Eigentums‹«. Mit der kolonialen Expansion der frühkapitalistischen Mächte wurde dieser Raub dann weltweit betrieben. Und die heftigsten Exzesse kapitalistischer Landnahme gab es dort, wo die Räuber auf Völkerschaften stießen, die noch keine soziale Aufspaltung kannten.

Paco Ignacio Taibo II liefert nun umfängliche Fakten über ...

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