18.04.2017 / Inland / Seite 4

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Konferenz »Die kapitalistische Moderne herausfordern« in Hamburg: Gesellschaftliche Organisierung jenseits von Staat, Macht und Gewalt

Claudia Wangerin

Von der kurdischen Frauenrechtsaktivistin über die Vertreterin der Landlosenbewegung in Brasilien bis zum britischen Gewerkschafter – die Revolution in Rojava, dem kurdisch-multiethnischen Selbstverwaltungsgebiet, das 2016 zur Demokratischen Föderation in Nordsyrien ausgerufen wurde, ist weltweit Bezugspunkt für viele Menschen, die heute Alternativen zum Kapitalismus erkämpfen wollen. Unter dem Motto »Die kapitalistische Moderne herausfordern« trafen sich am Wochenende gut 650 von ihnen in den Räumen der Universität Hamburg. Bei der Auftaktveranstaltung am Freitag zählten die Organisatoren sogar mehr als 1.000 Teilnehmer.

Einige waren erst um die 20 Jahre alt oder noch jünger – andere, wie der kurdische Autor und Aktivist Fuat Kav, hatten für ihre Überzeugung schon 20 Jahre im Gefängnis verbracht. »Wir Gefangenen hatten den Staat ideologisch entschlüsselt«, so der heute 58jährige, der nach dem Militärputsch in der Türkei 1980 inhaftiert und gefoltert w...

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