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13.04.2017 / Feuilleton / Seite 10

Versuchskaninchen

Thomas Wagner

Die Einführung des autonomen Fahrens verspricht weniger Verkehrstote, weniger Staus und eine geringere Umweltbelastung. Insofern mag man es begrüßen, dass die Große Koalition auf Initiative von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am 30. März das Straßenverkehrsrecht geändert hat, um das computergesteuerte Fahren auf deutschen Straßen zu ermöglichen. Das vom Bundestag verabschiedete Gesetz erlaubt es dem Fahrzeugführer, Filme zu schauen, die Zeitung zu lesen, E-Mails zu checken oder im Internet zu surfen. Im Falle eines Unfalls hafte der Hersteller und nicht der Fahrer. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. So sieht die Neuregelung vor, dass der Mensch am Steuer stets eingreifen können muss. Die Systeme müssten daher jederzeit zu übersteuern oder zu deaktivieren sein. Die »Rückübernahme« des Lenkrads ist dann vorgeschrieben, wenn der Computer dazu auffordert oder wenn die automatisiert...

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