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13.04.2017 / Ausland / Seite 2

»Italien soll zum harten Kern der EU gehören«

Die Regierung will das Land noch enger an die Europäische Union ­binden. Einschnitte werden von Repression begleitet. Gespräch mit Sergio Cararo

Raoul Rigault

In der politischen Landschaft Italiens ist vieles in Bewegung. Die regierende Demokratische Partei, PD, hat sich gespalten, die »rot-grüne« Allianz Linke-Ökologie-Freiheit, SEL, löste sich auf. Neu ist die Sinistra Italiana, also die Italienische Linke, entstanden. Wie beurteilen Sie diese Veränderungen?

Es herrscht unbestritten eine Krise, was die Hegemonie der herrschenden Klassen und ihrer Parteien – insbesondere der PD – in der Gesellschaft anbelangt. Die Niederlage beim Verfassungsreferendum im Dezember (als der anschließend zurückgetretene Ministerpräsident Matteo Renzi autoritäre Herrschaftsstrukturen durchsetzen wollte; jW) hat bestehende Kräfteverhältnisse über den Haufen geworfen. Die Linksparteien geraten in Erregung, vereinigen und spalten sich nur aufgrund der Krise innerhalb der Demokratischen Partei. Sie denken und diskutieren jedoch nie über die Widersprüche, die in der breiten Masse wirken. So wird die Linke für eine politische und soziale...

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