Gegründet 1947 Sa. / So., 18. / 19. Januar 2020, Nr. 15
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11.04.2017 / Feuilleton / Seite 11

Dichte Beschreibung

Helmut Höge

Der Schriftsteller Jonas Lüscher entwickelte für seine Dissertation an der ETH Zürich die These, dass die Literatur der mathematisch-naturwissenschaftlichen Sichtweise auf die Welt überlegen ist, wurde aber nicht fertig damit. Die Zeit fragte ihn 2013: »Sie kritisieren, die Welt werde zu sehr mit mathematischen Modellen beschrieben anstatt mit Erzählungen. Wie aber will man eine immer komplexere Welt anders beschreiben als mit immer komplexeren Modellen?« Lüscher: »Je komplexer und vollständiger das Modell wird, desto weniger verständlich wird es. Es hat sich gerade in der Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt, dass viele der klassischen Modelle der Ökonomie von zu starken Vereinfachungen ausgehen. Mit diesem Widerspruch muss die Wissenschaft leben. Eine Alternative ist es, Narrationen, also Romane, Filme, Reportagen, als Träger von Wissen zu verstehen. Im Gegensatz zu den Modellen versuchen diese Erzählungen allerdings nicht, allgemeingültige Aussagen zu ...

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