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11.04.2017 / Ansichten / Seite 8

Geplatzte Illusion

Washingtons Offensive gegen Russland

Reinhard Lauterbach

Allmählich wird das Ziel der amerikanischen Syrien-Politik deutlich: Russland zu drängen, sich aus eigenem Interesse aus seinem Bündnis mit dem syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad zurückzuziehen und damit das wichtigste Hindernis für das amerikanische Ziel eines Regimewechsels in Damaskus »freiwillig« aus dem Weg zu räumen. Obwohl es nach wie vor keine Beweise für den angeblichen syrischen Giftgasangriff gibt – die der westlichen Öffentlichkeit gelieferten Belege stammen von einer Organisation, die mit der syrischen »Opposition« verbunden ist – , setzt Washington immer noch einen drauf. US-Außenminister Rex Tillerson verdächtigte Moskau der direkten Mitwisserschaft an dem unterstellten Kriegsverbrechen. Er werde seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow »entsprechende Beweise« vorlegen, wenn er ihn in dieser Woche in Moskau treffe.

Was es mit amerikanischen »Beweisen« auf sich hat, hat man 2003 im Vorfeld des...

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