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11.04.2017 / Inland / Seite 8

»Kundgebungen sollten blockiert werden«

Antifaschisten stehen vor Gericht: Sie sollen zu Protestaktionen gegen Rechte aufgerufen haben. Gespräch mit Mischa Aschmoneit

Markus Bernhardt, Düsseldorf

Am Mittwoch soll vor dem Amtsgericht Düsseldorf ein Prozess gegen Sie und einen Mitstreiter eröffnet werden, da Sie sich weigerten, einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Düsseldorf zu akzeptieren. Worum geht es in diesem Rechtsstreit?

Die Staatsanwaltschaft hat im vorigen Jahr einen Strafbefehl gegen mich und den ehemaligen Geschäftsführer der Düsseldorfer Falken, Torsten Nagel, erlassen. Angeblich hätten Zivilpolizisten gehört, dass wir zur Blockade sowohl eines Aufmarsches von Neofaschisten als auch einer Kundgebung von Rassisten aufgerufen hätten. Aufgrund dieses Aufrufs sollen wir uns eines »Landfriedensbruchs« schuldig gemacht haben. Dieser Vorwurf ist in unseren Augen hochgradig absurd. Selbstverständlich haben wir die Strafbefehle nicht akzeptiert.

Wieviel Geld wollte die Behörde denn eintreiben?

Von Torsten Nagel 6.000 Euro und von mir 4.500 Euro. Ersatzweise müssten wir 120 Tage beziehungsweise 90 Tage Haft absitzen.

Wie werden Sie sich vor Gerich...

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