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10.04.2017 / Ausland / Seite 6

Ein Symbol Indiens

Der Akademiker G. N. Saibaba wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er die ­maoistische Guerilla unterstützt haben soll

Wilhelm Langthaler

Angehörige machen sich Sorgen um den inhaftierten indischen Universitätsprofessor G. N. Saibaba. Wie The New Indian Express am Donnerstag berichtete, beklagte sich die Frau des Akademikers, Vasanta, über die mangelhafte ärztliche Versorgung ihres erkrankten Mannes.

Saibaba, der an der Universität Neu-Delhi Literaturwissenschaften lehrte, war am 7. März gemeinsam mit fünf Mitangeklagten in erster Instanz zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht im indischen Teilstaat Maharashtra befand die Gruppe für schuldig, gegen das eigene Land Krieg geführt sowie eine verbotene Organisation, die Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch), unterstützt zu haben.

Tatsächlich war Saibaba Sekretär der »Revolutionären Demokratischen Front«, die in der Hauptstadt allerdings legal agiert. Seine angebliche Verbindung zu den bewaffneten Maoisten, die auch Naxaliten genannt werden, wurde dagegen nur über eine abenteuerliche Indizienkette, die allerlei formal...

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