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08.04.2017 / Thema / Seite 12

»Ein Christenmensch und ein großer Geschichtenerzähler«

Zum 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski, einem der wenigen Autoren, die mitten im Kalten Krieg auf ­beiden Seiten Anerkennung erfuhren

Arnd Beise

»Bei Johannes Bobrowski«, so Stephan Hermlin bei dessen Beerdigung, »gab es keine poetische Entwicklung. (…) Er begann sofort, und zwar nicht mehr ganz jung, als ein großer Dichter; ihm blieb, zu unserem Unglück, nicht viel Zeit, einer zu sein.«

Das mochte am 7. September 1965, als man den fünf Tage zuvor im Alter von nur 48 Jahren verstorbenen Bobrowski zu Grabe trug, so erscheinen. Im Februar 1961 war sein erster Gedichtband bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart erschienen, im März 1962 der zweite. Die beiden schmalen Bände »machten den Autor im In- und Ausland ungewöhnlich rasch bekannt«, wie es in einer Annonce seines Verlages, dem Ostberliner Union-Verlag, hieß. Dort erschien im September 1964 der Roman »Levins Mühle«, der ein internationaler Erfolg wurde, sowie ein Jahr später eine Sammlung von Erzählungen mit dem Titel »Boehlendorff und Mäusefest«. Bobrowski wurde damit sofort als eine der wichtigsten Stimmen der Nachkriegsliteratur anerkan...

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