08.04.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Neoliberale Agenda entlarven

Der G-20-Gipfel ist eine Herausforderung für Protestbewegung: Das Staatenbündnis ist heterogen. Es lässt sich aber trotzdem politisch angreifen

Florian Wilde

Wenn Anfang Juli die Staatschefs der »führenden Industrie- und Schwellenländer« sowie Vertreter der EU, der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und weiterer Organisationen zum G-20-Gipfel in Hamburg zusammenkommen, dürften sie mit beeindruckenden Protesten konfrontiert werden. Ein breites Bündnis hat sich bereits formiert, das von Kirchengruppen und entwicklungspolitischen Initiativen über Parteien wie die Grünen und Die Linke bis zu autonomen Gruppen reicht. Es wendet sich vor allem gegen die fortgesetzte Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben.

Der Hamburger Protest wird keinesfalls nur in Deutschland wahrgenommen werden: Denn an diesem zweiten Juli-Wochenende sind die Kameras von TV-Stationen aus aller Welt auf die Hansestadt gerichtet. Massendemonstrationen gegen die Politik der Gipfelteilnehmer werden daher die Existenz einer antikapitalistischen Linken und eines alternativen gesellschaftlichen Pols weltweit sic...

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