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04.04.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Starke Bilder, schwache Gewerkschaften

Trotz spektakulärer Proteste befinden sich Frankreichs Arbeiterorganisationen in der Krise

Johannes Supe

Hunderttausende auf den Straßen, Streikposten vor den Großbetrieben, brennende Barrikaden und ein Gewerkschaftschef, der noch einen Autoreifen in die Flammen wirft: Während der Proteste gegen Verschlechterungen im französischen Arbeitsrecht entstanden im vergangenen Jahr beeindruckende Bilder. Sollte man aber von ihnen auf die Kraft der dortigen Arbeiterorganisationen schließen? In der Broschüre »Die Krise der französischen Gewerkschaften« rät Autor Felix Syrovatka entschieden davon ab. Vielmehr seien die Verbände so schwach wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Auf nicht einmal zwanzig Seiten führt Syrovatka etliche Daten an, die seine These plausibel erscheinen lassen. So sei die Teilnahme an den Protesten im vergangenen Jahr – nach deutschen Maßstäben – noch immer immens gewesen. Im Sommer hätten sich etwa 1,3 Millionen Menschen an einer Demonstration beteiligt. Gegenüber früheren Aktionen sei dennoch ein Rückgang zu verzeichnen. Sowohl der...

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