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04.04.2017 / Ausland / Seite 6

Wiederaufbau und Notstand

Peru: Soziale und ökonomische Probleme Perus werden durch Überschwemmungen verschärft

Eleonora Roldán Mendívil, Lima

Die andauernden Überschwemmungen und die damit einhergehenden Verwüstungen sind die bestimmenden Themen in Peru. Mindestens 91 Menschen sind laut offiziellen Angaben durch die Katastrophe, die durch das Wetterphänomen »El Niño« ausgelöst wurde, ums Leben gekommen. Kritik wird vor allem an der weitverbreiteten Korruption geübt. Doch auch der Umgang mit den Bewohnern der betroffenen Armenviertel wird kritisch diskutiert. »Solche Häuser sollten niemals am Berghang oder so nah am Fluss gebaut werden«, erklärt eine Bankangestellte gegenüber junge Welt. Das Problem sei, »dass die Menschen diese Flächen einfach besetzen, erst mit Hütten, und später bauen sie ihre Häuser darauf. Einige machen dies als Geschäft und verkaufen ihre so erlangten Grundstücke nach Monaten oder Jahren für viel Geld. So läuft das hier.«

In Peru gibt es weder einen sozia­len Wohnungsbau noch einen Sozialstaat. Wer nicht arbeitet, verhungert. Der Krieg, der von 1980 bis 2000 vor allem in de...

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