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04.04.2017 / Inland / Seite 5

»Manchmal einen Schubs«

Detlef Scheele ist der neue Chef der Bundesagentur für Arbeit. Wenn er über Hartz-IV-Bezieher spricht, klingt das schnell paternalistisch

Susan Bonath

Seit Sonnabend ist Detlef Scheele (SPD) neuer Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA). Er ist der Nachfolger von Frank-Jürgen Weise, der aus Altersgründen ausgeschieden ist. Scheele will Hartz-IV-Bezieher noch penetranter als bisher gängeln, Schulabgänger erfassen und katalogisieren und Beschäftigte weiterbilden, um sie mit allen Mitteln in den Arbeitsmarkt zu bringen.

Dafür setzt Scheele auch bei der Sprache an. Arbeitsvermittler will er zu »Joblotsen« machen. Die sollen Hartz-IV-Bezieher noch häufiger als bisher vorladen. »Unsere Berater und Vermittler müssen den Arbeitslosen und seine Familie öfter sehen«, hatte er bereits am Tag vor seinem Amtsantritt im Interview mit dem Spiegel erklärt. Denn wer aus dem Job raus sei, brauche »manchmal einen Schubs, um zurückzukommen«. Es habe sich zudem erwiesen, dass Arbeitsvermittler bei höherer Kontaktdichte mehr Klienten in den Arbeitsmarkt vermittelten. Scheele spricht von »fürsorglicher Belagerung«.

»Mit...

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