04.04.2017 / Thema / Seite 12

Strahlendes Erbe

50 Jahre unterirdische Atommülldeponierung im ehemaligen Salzbergwerk Asse II. Die Pläne zur Rückholung kommen nicht voran

Andreas Riekeberg

Heute vor 50 Jahren, am 4. April 1967, begann die unterirdische Einlagerung von Atommüll im ehemaligen Salzbergwerk Asse II bei Remlingen im Landkreis Wolfenbüttel, 15 Kilometer südöstlich von Braunschweig. In das zunächst als wissenschaftliche Forschungs- und Versuchseinrichtung deklarierte Bergwerk wurden in knapp 13 Jahren bis Ende 1978 insgesamt 50.000 Kubikmeter Atommüll geschafft, verpackt in 126.000 Transportbehältern. Über den Schacht Asse 2 wurden sie nach unter Tage verbracht und dort in leeren Salzabbaukammern vor allem auf der 750-Meter-Sohle des Bergwerks eingelagert. Von Anfang an war klar, dass es wegen eindringender Flüssigkeit Probleme mit der Trockenhaltung des Bergwerkes und damit auch des Atommülls geben könnte.

Lange schien es zu gelingen, den eingelagerten Atommüll aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden zu lassen. Jahrzehntelang war hauptsächlich die Rede von »radioaktiven Abfällen aus Medizin und Forschung«, die in Asse II ein...

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