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04.04.2017 / Ausland / Seite 7

Gewerkschafter im Dienst der Bosse

Japan: Beschäftigtenorganisation einigt sich mit »Arbeitgebern« auf 100 Überstunden pro Monat

Michael Streitberg

Glaubt man dem »sozialpartnerschaftlich« orientierten Teil der japanischen Gewerkschaftsbewegung, haben die lohnabhängig Beschäftigten des Landes Grund zur Freude. Die chronische, nicht selten zum frühen Tode führende Überlastung am Arbeitsplatz soll künftig der Vergangenheit angehören. Auf hundert Stunden im Monat sollen die zu leistenden Überstunden künftig gedeckelt werden. Man mochte das am vergangenen Dienstag beschlossene Abkommen zwischen der Regierung, Japans mit offiziell ca. 6,7 Millionen Mitgliedern größtem Gewerkschaftsbund Rengo und dem »Arbeitgeber«-Verband Keidanren für einen verfrühten Aprilscherz halten. Alle Beteiligten – auch Rengo, der der liberalen »Demokratischen Partei« nahesteht – meinen es jedoch bitterernst. Die Übereinkunft soll nun in Gesetzesform gegossen und Ende des Jahres im Parlament zur Abstimmung gestellt werden.

Hintergrund des Abkommens ist die von der rechtskonservativen Regierung unter Premierminister Shinzo Abe erklä...

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