30.03.2017 / Inland / Seite 5

Zu nah am Mindestlohn

Systemgastronomie: Beschäftigte wollen mehr verdienen als das gesetzliche Minimum

Johannes Supe

Über die Vertreter der großen Fastfoodketten findet Pinar Zerik nur wenig schmeichelhafte Worte. Arrogant seien sie, überheblich und stur. Trotzdem muss Zerik mit ihnen Kontakt halten. Als Mitglied der Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) soll sie die Tarifverhandlungen in der Systemgastronomie zu einem guten Abschluss bringen. Und gut wäre es, so Zerik, wenn in den Filialen von McDonald’s, Starbucks und Co. künftig keine Hungerlöhne mehr gezahlt würden. Ganz anders würden es die Unternehmer sehen. »Sie wollen, dass unsere Löhne nah am Mindestlohn bleiben.« Momentan würden die meisten ihrer Kollegen – Zerik arbeitet bei Starbucks – 8,84 Euro in der Stunde erhalten. Näher am Mindestlohn geht nicht.

Am Mittwoch traten Beschäftigte der Systemgastronomie aus Ostdeutschland in einen ganztägigen Warnstreik, zu dem die NGG aufgerufen hatte. Rund 200 Personen beteiligten sich an einer Protestkundgebung in der Berliner Innenstadt. Hin...

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