28.03.2017 / Inland / Seite 4

Widersprüche in der Causa Amri

Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt: NRW-Polizei soll frühzeitig vor Attentäter gewarnt haben. Gutachter sieht keine Versäumnisse bei Behörde

Markus Bernhardt

Wie verschiedene Medien am Sonntag berichten, soll das Landeskriminalamt (LKA) von NRW das Innenministerium in Düsseldorf bereits im März 2016 gewarnt haben, dass von dem Tunesier Anis Amri »eine terroristische Gefahr in Form eines (Selbstmord-)Anschlags« ausgehe (siehe jW vom Montag). Am 19. Dezember war Amri mit einem Laster in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gefahren und hatte dabei zwölf Personen getötet und mehr als 50 teils schwer verletzt.

Bereits am Freitag abend hatte die RBB-Abendschau über Hinweise berichtet, dass der spätere Attentäter vom LKA zudem seit Anfang 2016 als »Quelle« genutzt worden sein soll. So soll eine Vertrauensperson der Behörde versucht haben, ihn über das Netzwerk des radikalen Predigers Abu Walaa auszufragen, da dieser zu dessen Vertrauten gehört habe. Ob es sich bei der LKA-»Vertrauensperson« um den V-Mann der Behörde handelte, der Amri nach Berlin gefahren haben soll (jW berichte...

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