27.03.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Gestrandet im Geröll

Überschwemmungen und Erdrutsche sorgen für katastrophale Zustände in Peru. Die Regierung zeigt sich überfordert. Linke versuchen zu helfen

Eleonora Roldán Mendívil, Lima

Peru hat in den vergangenen zwei Wochen die Resultate jahrzehntelangen kapitalistischen Wirtschaftens sowie der Korruption in Politik und Wirtschaft geerntet. Heftige und anhaltende Niederschläge in der Regenwald- und Andenregion führten zu Überflutungen und Schlammlawinen, die in Peru »Huaycos« genannt werden. Ein staatlicher Notfallplan ist kaum existent.

Am 15. März trat der durch Lima fließende Río Rímac über die Ufer. Der Parque de La Muralla im Herzen der peruanischen Hauptstadt, ein bei Einwohnern und Touristen beliebter Stadtpark, wurde ruckartig überschwemmt. Die Grünanlage wurde um Überreste einer kolonialen Stadtmauer des 17. Jahrhunderts herum errichtet, die einst Lima vor Piratenüberfällen schützen sollte. Die Wasser überfluteten schnell auch die Vía Evitamiento, eine der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsadern. Brücken brachen ein, die Fluten rissen Wohnhäuser und Fabriken mit sich.

Erst zu diesem Zeitpunkt fühlte sich die Mittel- un...

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