Der Schwarze Kanal
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24.03.2017 / Thema / Seite 12

Intellektueller Faschismus

Der AfD-Philosoph Marc Jongen will die »Thymosspannung« der Deutschen ­erhöhen, um sie wehrhaft gegen »die Fremden« zu machen

Jürgen Meier

»Migration und Thymostraining«, so lautete der Titel des Vortrags, den der Karlsruher Philosoph und stellvertretende Landesvorsitzende der »Alternative für Deutschland« (AfD) in Baden-Württemberg, Marc Jongen, am 17. Februar im Rahmen der sogenannten Winterakademie des »Instituts für Staatspolitik« hielt. Das Institut gilt als Denkfabrik der neuen Rechten und wurde im Mai 2000 von Intellektuellen aus dem Umfeld der Wochenzeitung Junge Freiheit gegründet. Der gebürtige Italiener Jongen, der seit 2011 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, erfreut sich in diesen Kreises besonderer Beliebtheit. Er prägte die Programmdiskussion der AfD, als deren »Parteiphilosoph« er gilt, und ist das besonders gehegte Ziehkind seines Doktorvaters, des an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung lehrenden Philosophen und Kulturwissenschaftlers Peter Sloterdijk. Einer der vielen Verehrer Jongens schreibt nach seinem Vortrag im Internet: »Wäre schön, wenn die AfD nach außen ...

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