24.03.2017 / Feuilleton / Seite 10

Medizinkritik und Impfgegner

Es ist zum verrückt werden (Teil 12)

Hagen Bonn

Meine Heimatstadt Waltershausen – Thüringen – erlebte zwei historische Katastrophen: Im späten Mittelalter die Pest und 1989 die sogenannte Wende. Mit der ersten Katastrophe wurde die Stadt fertig.

Man kann sich gar nicht ausdenken, wie die Seuchen damals wüteten, aber man kann sich ganz einfach gegen solche Unbill impfen lassen. Gleichwohl sollte es der Leser tunlichst unterlassen, den Begriff »Impfen« in eine Suchmaschine einzugeben. Denn das beschert einem massenweise Texte von Impfgegnern, deren krude Ideenwelt wir hier nicht wiedergeben wollen

Ähnlich wie bei der esoterischen Kritik der »Schulmedizin« (versus Naturheilen) gibt es aber hier eine durchaus rational nachvollziehbare Problemstellung: Weil Gesundheit zur Ware geworden ist, üben Pharmakonzerne durch ihre Lobbyisten Einfluss auf die Politik aus. Dass die Schulmedizin fabrikartig in gigantischen Krankenhauskomplexen Heilung organisiert, dass Hausärzte ihre Patienten wie die Kunden einer ...

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