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23.03.2017 / Feuilleton / Seite 10

Beseelt und besessen

Peter Wawerzinek räsoniert über seine Rolle im Literaturbetrieb

Martin Willems

Peter Wawerzinek gewann 2010 in Klagenfurt. Bei der Ankündigung seines neuen Buches »Bin ein Schreiberling« erinnerte ich mich: Wie da einer am dritten Tag des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (scheinbar) übernervös aus einem Manuskript zu rezitieren begann, das die erschütternde Lebenswelt eines Heimkinds thematisierte, sich auf beeindruckende Art und Weise freilas und schließlich mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wurde. Die Klammer zeigt es an, der berührende Auftritt war, wie ich nun erfuhr, »daheim eingeübte Regie«. Doch dazu später. Vielen unbekannt sein dürfte, dass Wawerzinek 1991 schon einmal in Klagenfurt gastierte. »Moppel Schappiks Tätowierungen« bescherten ihm seinerzeit das Bertelsmann-Stipendium, was gefühlt die Aufnahme in »den Literaturbetrieb« bedeutete. Der Mittdreißiger profitierte prompt von der Ausstrahlung dieses sagenumwobenen Zirkels: An der Hotelbar wartete auf ihn eine mysteriöse Gestalt mit einer Einladung als Stipendiat ins Heinric...

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