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23.03.2017 / Ausland / Seite 6

Chaos in Libyen

West und Ost hofieren den Warlord Haftar. Der droht mit der Vernichtung aller seiner Gegner

Knut Mellenthin

Die Spaltung Libyens hat sich in der vorigen Woche weiter vertieft und verhärtet. Die international anerkannte »Einheitsregierung«, die seit dem 30. März 2016 in Tripolis residiert, hat im Land kaum Autorität und fühlt sich wegen der vielen rivalisierenden Milizen der Hauptstadt immer noch im Marinestützpunkt Busetta am sichersten. Aber auch dorthin drangen am Freitag bewaffnete Kräfte vor, die ihren Ärger über Premierminister Fajis Al-Sarradsch kundtun wollten. Dem Politiker blieb nichts anderes übrig, als eine Erklärung zu unterschreiben, mit der er eine wenige Stunden vorher veröffentlichte Stellungnahme widerrief, durch die er sich den Zorn einiger Milizen zugezogen hatte.

Indessen sind sich die meisten ausländischen Regierungen, die in Libyen eine Rolle spielen wollen, einig, dass es ohne Einbeziehung des ostlibyschen Warlords Khalifa Haftar keinen Fortschritt geben könne. Am eifrigsten und offensten bemüht sich Russland um die Gunst des 73jährigen, d...

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