23.03.2017 / Inland / Seite 5

Berlin robbt Richtung »klimaneutral«

Umweltpolitiker diskutieren über den Kohleausstieg in der Bundeshauptstadt

Wolfgang Pomrehn

Die Hauptstadt hat sich viel vorgenommen. Bis »spätestens 2030« will Berlin aus der Kohlenutzung aussteigen. So steht es im Koalitionsvertrag, den SPD, Grüne und Linkspartei im Herbst 2016 unterschrieben haben. Am Dienstag abend wollten Umweltgruppen von Senat und Koalitionsparteien wissen, was man in den ersten 100 Tagen dafür unternommen habe und wie es um den Klimaschutz in der Stadt bestellt ist. Die zuständigen Senatorinnen und Staatssekretärinnen hatten keine Zeit, immerhin fanden die jeweiligen energiepolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen den Weg in das »Haus der Demokratie«.

Vor vollem Haus ging es sachlich, aber mitunter auch lebhaft zu. »In fünf Jahren werden wir uns fragen: ›Wie konnte man so einen Scheiß machen?‹« kommentierte Daniel Buchholz von der SPD den Verkauf der Lausitzer Braunkohletagebaue von Vattenfall an den tschechischen Eigner EPH. Bei diesem handelt es sich, wie berichtet, um ein eher windig anmutendes Konstrukt verschach...

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