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23.03.2017 / Inland / Seite 2

»Bewerber könnten sich freikaufen«

Reform des Medizinstudiums wegen etlicher ungeklärter Fragen verschoben. Studierende lehnen vorgelegte Pläne ab. Gespräch mit Niklas Schulz

Ralf Wurzbacher

Ursprünglich wollte die Kultusministerkonferenz (KMK) Ende der Vorwoche den sogenannten Masterplan 2020 für eine Reform des Medizinstudiums beschließen. Das Thema wurde jedoch kurzfristig von der Tagesordnung genommen, weil es Streit bei Fragen der Finanzierung gibt. Woran hakt es genau?

Der Knackpunkt liegt in der mangelnden Abstimmung mit den Finanzministerien der Länder. Diese waren nicht frühzeitig in den Prozess eingebunden. Man hatte mit der Planung begonnen und konkrete Maßnahmen erarbeitet, die dann im November 2016 von der Finanzministerkonferenz als zu teuer abgelehnt wurden.

Um wieviel Geld geht es?

Um einen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr, den Bund und Länder zusätzlich bereitstellen müssten. Und hier liegt wohl auch das Problem. Die Länder sind nicht bereit, die Mehrkosten alleine zu tragen und fordern die Übernahme von mehr Verantwortung durch den Bund.

Ferner heißt es, dass die Unikliniken hohe Defizite angehäuft haben und man nicht meh...

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