21.03.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Zuckerbrot, etwas Peitsche

Bundesregierung will den Freihandel entgegen Trumps Protektionismus aufrechterhalten. Die Elemente ihrer Strategie werden offenbar

Jörg Kronauer

Die Antwort kam gleich doppelt. Würde die Trump-Administration vielleicht doch noch auf den heftigen internationalen Druck reagieren, sich zum Freihandel überreden lassen und freiwillig auf Schutzzölle oder andere Maßnahmen gegen Exporte in die Vereinigten Staaten verzichten? Wer das noch irgendwie in Betracht gezogen hatte, sah sich Ende vergangener Woche eines anderen belehrt. Er sei »kein Isolationist«, aber er »unterstütze auch fairen Handel«, teilte Präsident Donald Trump am Freitag anlässlich seiner Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel mit. »Fairer Handel« aber beinhaltet für ihn bei Bedarf harte protektionistische Schritte zugunsten der US-Industrie. So ist es nur konsequent, dass tags darauf am Samstag US-Finanzminister Steven Mnuchin beim Treffen mit seinen G-20-Amtskollegen in Baden-Baden kühl dafür sorgte, dass das Bekenntnis »Wir werden allen Formen von Protektionismus widerstehen« – darauf hatte sich das Vorgängertreffen im Juli 2016 i...

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