20.03.2017 / Inland / Seite 4

Wie Zusammenarbeit funktioniert

Kleiner Eklat auf dem Gipfel der G-20-Finanzminister: USA verhindern Bekenntnis zum »Freihandel«. Die Gegner des Treffens demonstrierten hingegen geeint

Kristian Stemmler

Wolfgang Schäuble wirkte noch schlechter gelaunt, als man das von ihm gewohnt ist. Zum Abschluss des zweitägigen Gipfels der G-20-Finanzminister in Baden-Baden musste der deutsche Finanzminister am Sonnabend vor der Presse bekennen, dass es das bei diesen Treffen bisher obligatorische Bekenntnis zum Freihandel und gegen Protektionismus nicht in die Abschlusserklärung geschafft hatte. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte nur den nichtssagenden Satz zugelassen: »Wir arbeiten an einer Stärkung des Beitrages des Handels zu unseren Volkswirtschaften.«

In der Abschlusserklärung des Treffens heißt es zudem, man wolle bestehende Vereinbarungen bezüglich des Wechselkurses verschiedener Währungen beibehalten. Von Währungsabwertungen, die der Industrie des jeweiligen Landes Exporte erleichtern, würden die G-20-Länder Abstand nehmen. Ohnehin sei die Weltwirtschaft dabei, sich zu erholen. Zum Umgang mit den Devisenmärkten heißt es, die Länder würden sich weiter eng m...

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