17.03.2017 / Inland / Seite 4

Tatmotiv: Meist Rassismus

Neue Zahlen: Drastischer Anstieg rechter Gewalttaten in Berlin und Sachsen-Anhalt. Opferberater bescheinigen Behörden »Wahrnehmungsdefizite«

Markus Bernhardt

Rechts motivierte Gewalttaten gehören in der Bundesrepublik zunehmend zum Alltag. Am Donnerstag informierten Initiativen aus Berlin und Sachsen-Anhalt über die von ihnen im vergangenen Jahr erfassten Fälle.

Die Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, »Reach Out«, verzeichnete 2016 insgesamt 380 Angriffe. Dies sei, verglichen mit 2015, ein Anstieg bei Gewalttaten und massiven Bedrohungen um fast 20 Prozent, konstatierten die Aktivisten am Donnerstag. Bei den Angriffen seien mindestens 553 Menschen, darunter 45 Kinder, verletzt, verfolgt bzw. massiv bedroht worden. Als Motiv hat »Reach Out« bei 233 Taten Rassismus ausgemacht. Mit 68 gab es die meisten Übergriffe im Bezirk Mitte. Dem folgen Neukölln (38), Marzahn-Hellersdorf (32), Friedrichshain-Kreuzberg (24) und Lichtenberg-Hohenschönhausen (20). Zugenommen haben selbst im als liberal geltenden Berlin auch die Attacken auf Schwule, Lesben und Transgender-Persone...

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