16.03.2017 / Thema / Seite 12

Virtuelle Welten, reale Kriege

Der militärisch-unterhaltungsindustrielle Komplex ist ein unauffälliger, aber einflussreicher Akteur in sicherheitspolitischen Debatten. Unternehmen aus der Videospielbranche und der Rüstungsindustrie sind teilweise eng miteinander verflochten

Michael Schulze von Glaßer

Köln im Mai 2014, Anzugträger und Menschen in Uniformen drängen sich durch die Messehallen der Stadt. Das »Who is who« der Rüstungsindustrie stellt dort seine neuesten Simulatoren für das Militär vor: »Thyssen-Krupp Marine Systems« präsentiert sein »Virtual Ship Training and Information System«, einen Simulator zur Schulung von Schiffsbesatzungen, »Rheinmetall Defence« präsentiert einen Simulator für den »Leopard 2A4«-Kampfpanzer und »Airbus Defence & Space« eine Kommandostation, um Drohnen zu steuern. Die »Internationale Ausstellung und Konferenz für Training und Ausbildung im Verteidigungssektor«, kurz ITEC, ist die weltweit größte Messe für militärische Trainingssimulatoren – nach Köln wird die Messe jedoch nicht noch mal kommen, aber dazu später mehr.

Spielerisches Training

Ein anderer Ort, eine andere Zeit: Auf der fiktiven Insel Altis in der Ägäis sorgen NATO-Kräfte im Jahr 2035 nach einem Bürgerkrieg für Ruhe und Ordnung. Die niedergehende westli...

Artikel-Länge: 19335 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe