16.03.2017 / Inland / Seite 5

Bahn bleibt Finanzholding

Richard Lutz soll dem überraschend abgetretenen Chef Rüdiger Grube nachfolgen. Rückzug aus der Fläche bleibt Unternehmensstrategie

Katrin Küfer

Nach Angaben aus Regierungskreisen wird der bisherige Deutsche-Bahn-Finanzvorstand Richard Lutz Mitte kommender Woche vom Aufsichtsrat zum Chef und Nachfolger Rüdiger Grubes bestimmt werden. Damit sind andere mögliche Kandidaten, über die in den vergangenen Wochen öffentlich spekuliert worden war, offenbar aus dem Rennen. Gegen das für Infrastruktur zuständige Vorstandsmitglied Ronald Pofalla hatten dem Vernehmen nach die Arbeiter- und Gewerkschaftsvertreter sowie die beiden der SPD angehörigen Aufsichtsratsmitglieder auf der Seite des Eigentümers BRD ein Veto eingelegt. Der ehemalige Kanzleramtsminister und CDU-Mann Pofalla ist erst seit zwei Jahren im Bahn-Tower. Er gilt als »Versorgungsfall« und als in Sachen Eisenbahn weitgehend unerfahrener Neuling. Lutz hatte nach Grubes Abtritt bereits kommissarisch die Leitung des Konzerns übernommen.

Der als bahnfern geltende Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bescheinigte im Boulevardblatt Bild dem 5...

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