16.03.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Antwort auf Kapitalismus

Frauenräte und »Jineoloji«: Ein Besuch im kurdischen Flüchtlingslager Machmur, das einer kleinen Stadt gleicht und komplett selbstverwaltet ist

Peter Schaber

Am 8. März, dem internationalen Kampftag der Frauen, füllt sich der für größere Feierlichkeiten ausgelegte Platz im kurdischen Flüchtlingslager Machmur im Nordirak. Das halbe Camp ist versammelt, durch die Straßen ziehen Menschen in traditioneller kurdischer Kleidung und Guerilla-Uniformen. Sie rufen »jin – jiyan – azadi«, »Frauen – Leben – Freiheit«.

Für Machmur hat der Frauenkampftag eine besondere Bedeutung. Die Bewohner des Camps, das eher eine kleine, in Eigenregie errichtete Stadt als ein Zeltlager ist, waren in den 1990er Jahren aus der Türkei in den Irak geflohen. Zu einer Zeit, als Todesschwadronen Jagd auf kurdische Aktivisten machten und die türkische Armee Tausende Dörfer niederbrannte. Die gesamte Bevölkerung der 12.000 Einwohner zählenden Siedlung fühlt sich der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zugehörig. Und diese legt besonderen Wert auf die Rolle der Frau in der Revolution. Der inhaftierte Mitgründer und Vorsitzende der PKK, Abdullah Öcalan...

Artikel-Länge: 7075 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe