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17.03.2017 / Thema / Seite 12

»Geordneter Übergang«

Weil die Proteste gegen die Apartheid in Südafrika Konzerngewinne bedrohten, ließ sich Staatspräsident de Klerk vor 25 Jahren die Transformation des Systems per Referendum bestätigen – aber nur von weißen Wählern

Christian Selz

Frederik Willem de Klerk war in Feierlaune an jenem 18. März 1992, seinem 56. Geburtstag. »Heute haben wir das Kapitel Apartheid beendet«, verkündete der damalige Präsident Südafrikas in Kapstadt. Genau genommen hatte seine National Party, die bis zum Schluss treibende Kraft des rassistischen Regimes, das entsprechende Referendum bereits einen Tag vorher, am 17. März, gewonnen. Doch de Klerks Ausspruch war noch in anderer Hinsicht unzutreffend. Denn es waren nicht die weißen Südafrikaner, die – als einzige stimmberechtigt – mit einem Kreuz auf dem Wahlschein die Apartheid abschafften. Und besiegelt wurde damit auch nicht das Ende der rassistischen Unterdrückung der schwarzen Mehrheit. Trotzdem war der Sieg der »Ja«-Kampagne für eine Verhandlungslösung mit der Antiapartheidbewegung ein entscheidender Wendepunkt für Südafrika. Der von 1989 bis 1994 als Staatspräsident amtierende de Klerk leistete damit seinen Beitrag, um ein Blutvergießen zu verhindern. Un...

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