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11.03.2017 / Inland / Seite 2

»Man soll Brokdorf nicht wieder in Betrieb nehmen«

Aktivisten blockierten am Freitag das marode schleswig-­holsteinische AKW aus Protest gegen die Atomkraftnutzung. Gespräch mit Ursula Mars

Sebastian Lipp

Am frühen Freitag morgen begannen Aktivisten, das AKW Brokdorf zu blockieren. Nun ist es 13 Uhr, der Protest dauert bis jetzt an. Sie nehmen an ihm teil, haben sich gar angekettet, um den Zugang zum Kraftwerk zu versperren. Warum haben Sie sich zum Protest entschlossen?

Am Samstag jährt sich der GAU von Fukushima zum sechsten Mal. Das haben wir als Anlass für unseren Protest gewählt. Das AKW Brokdorf blockieren wir, um ein Zeichen dagegen zu setzen, dass auch in Deutschland Atomkraftwerke in Betrieb sind. Fukushima hat gezeigt, dass die Atomkraft nicht sicher ist.

Es geht uns aber nicht nur um die Sicherheitsaspekte, sondern auch um die Frage der Endlagerung des atomaren Mülls. Wir fordern, dass die Atomanlagen abgeschaltet werden. Jetzt haben wir beschlossen, das selbst in die Hand zu nehmen. Deshalb sitzen wir heute hier.

Wieso räumt die Polizei Ihre Blockade nicht einfach?

Eine Räumung ist in diesem Fall sehr kompliziert für die Polizei. Das eine Tor ist d...

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